Steuerarten und Steuererklärungen

Was ist die Umsatzsteuer und muss ich sie berücksichtigen?

Die Umsatzsteuer wird umgangssprachlich auch als Mehrwertsteuer bezeichnet. Besteuert werden verkaufte Waren und auch Dienstleistungen. Aktuell gibt es zwei Umsatzsteuersätze. Zum einen den allgemeinen Steuersatz von 19%. Und dann den ermäßigten Steuersatz von 7%, der vor allem Lebensmittel des alltäglichen Gebrauchs, Druckerzeugnisse der allgemeinen Tagespresse und Bücher betrifft. Diese wird in den Rechnungen gesondert ausgewiesen und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Ihr voraussichtlicher Umsatz für das Gründungsjahr überschreitet nicht den Betrag von 17.500 Euro? Dann gelten Sie als Kleinunternehmer. Das bedeutet, dass Sie für die von Ihnen ausgeführten Umsätze (z.B. Verkauf von Waren, Erbringung von Dienstleistungen)keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen müssen.

 

Gebe ich die Steuernummer oder die USt-ID in der Rechnung an?

Die Steuernummer ist die Nummer, unter der beim Finanzamt die Steuerangelegenheiten einer natürlichen oder juristischen Person in Deutschland geführt werden.

 

Mit der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer werden umsatzsteuerpflichtige Unternehmer und juristische Personen in der Europäischen Union (EU) gekennzeichnet, die auf dem europäischen Binnenmarkt länderübergreifend tätig sind.

 

Die Steuernummer erhältst du bei dem für dein Unternehmen zuständigen Finanzamt, wenn du eine selbständige oder gewerbliche Tätigkeit anmeldest oder nachdem du das erste Mal eine Einkommensteuererklärung eingereicht hast.

 

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben. Du kannst sie direkt online beantragen, und zwar täglich zwischen 05:00 und 23:00 Uhr.

 

Achtung: Auf Rechnungen unter 150 Euro muss überhaupt keine Steuernummer stehen. Solche so genannten Kleinbetragsrechnungen sind z.B. Bahntickets, Tankbelege oder Kassenbelege.

 

Stellst du Rechnungen an Personen oder Unternehmen aus, die ihren Unternehmenssitz so wie du in Deutschland haben, genügt prinzipiell die Angabe der Steuernummer bzw. Steuer-ID auf der Rechnung.

Sitzt dein Kunde in Deutschland, darst du laut § 14 UStG alternativ statt der Steuernummer auch deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Umsatzsteuer-ID) angeben.

 

Viele Unternehmer geben sogar freiwillig lieber ihre Umsatzsteuer-ID an. Sie ist datenschutztechnisch sicherer und bietet weniger Möglichkeiten zum Missbrauch als die Steuernummer.

 

Für Rechnungen, die du an Kunden im EU-Ausland stellst, benötigst du in bestimmten Fällen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Die Umsatzsteuer-ID ist dann zwingend erforderlich, wenn du als umsatzsteuerpflichtiger Regelunternehmer eine Rechnung an einen anderen Regelunternehmer ins EU-Ausland schreibst (B2B Geschäfte). Beachte, dass du in diesem Fall keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen darfst. Deine Rechnung ist also umsatzsteuerfrei. Dafür sollte auf der Rechnung neben deiner eigenen Umsatzsteuer-ID auch die des Rechnungsempfängers stehen. Bist du hingegen Kleinunternehmer oder ist dein Kunde im EU-Ausland Privatperson oder Kleinunternehmer, ändert sich nichts für dich.

 

Du stellst eine ganz reguläre Rechnung aus - so, wie du es immer tust: Als Regelunternehmer schreibst du eine Rechnung mit Umsatzsteuer, als Kleinunternehmer eine Kleinunternehmerrechnung ohne Umsatzsteuer. Du benötigst in diesem Fall keine Umsatzsteuer-ID.

 

 

Muss ich eine Umsatzsteuererklärung abgeben? Ja!

  • Jede Dienstleistung, die im Inland gegen Entgelt ausgeführt wird, unterliegt der Umsatzsteuer. Bist du Kleinunternehmer oder hat deine Umsatzsteuer-Zahllast im vergangenen Jahr nur bis zu 1.000 Euro betragen, musst du keine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben.

Muss ich eine Einkommensteuererklärung abgeben? Ja!

  • Deine Einkünfte unterliegen der Einkommensteuer. Dein Gewinn ist in einer Einkommensteuererklärung anzugeben. Grundsätzlich ist bis zum 31. Mai des Folgejahres eine Einkommen- und Umsatzsteuer beim Finanzamt einzureichen. Wenn du dich von einem Steuerberater betreuen lässt, kann die Frist bis zum 31.12. des Folgejahres ausgedehnt werden.

Muss ich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) abgeben? Kommt drauf an!

  • Bei Bruttoeinnahmen über 17.500 Euro

 

Wichtig: Jeder Unternehmer ist verpflichtet, steuerlich relevante

Unterlagen (z.B. Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Quittungen, Kontoauszüge, Gewinnermittlungen, Kassenbücher, etc.) so aufzubewahren, dass sie bei Anforderung durch das Finanzamt vorgelegt werden können. In der Regel müssen diese Unterlagen 10 Jahre aufbewahrt werden.

 

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