No, thanks.

An der S-Bahn. Auf der gegenüberliegenden Gleisseite spricht der sexy Raucher auf dem Werbeplakat zu den wartenden Fahrgästen. Sein Statement ist tiefgründig: Enjoy the Moment. Nichts wie hin zum nächsten Kiosk. Eine Pall Mall, bitte. Was passiert eigentlich in unserem Kopf, wenn wir Werbebotschaften wahrnehmen?


Sinnfragen, Sehnsüchte, Wünsche. Damit ihre Botschaften nicht im luftleeren Raum bleiben, liefern sie die Lösungen direkt mit. Und auf einmal scheint es so einfach. Den Moment genießen - mit einer Zigarette. Einfach machen - mit dem neuen Outfit von Nike. Den Partner fürs Leben finden - mit Parship. Zack. Zielgruppe erreicht, Kaufabsicht aktiviert.

 

Die Trickkiste der Psychologie scheint in vielen Werbeagenturen zu stehen. Wäre jetzt also ziemlich einfach, Werbung zu verteufeln und als Manipulation abzustempeln. Aber kann etwas von sich aus schlecht sein, dass uns zu keiner Handlung zwingt? Wir sind nur Opfer, wenn wir nicht selbst denken und entscheiden. Servus, Kant.

 

 "Du machst Online-Dating und verliebst Dich nach 11 Minuten. Life is bitter."

 

 

 

 

 

 

Photo by Harry Sandhu on Unsplash

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